Winter / Frühjahr 25.01. – 01.04.21
Frühjahr / Sommer 19.04. – 18.07.21
Sommerakademie 19.07. – 13.08.21
Herbst / Winter 20.09. – 28.11.21

Bitte beachten Sie bei den Kursterminen immer den Farbcode für das Trimester.
Kurse ohne Kennzeichnung und Intensivkurse finden ab "5 Plätze frei" bzw. darunter statt.
Kleine Kurse finden ab "1 Platz frei" statt.
Die freien Kursplätze beziehen sich auf das aktuelle bzw. auf das nächst angegebene Trimester.
Die Preisangabe bei Veranstaltungen mit mehreren Trimestern gilt jeweils für ein Trimester.
 


     Philosophie

  21. Schopenhauers Metaphysik des Schönen und Erhabenen    HYBRID
Im 3. Buch seines Hauptwerks behandelt Schopenhauer grundlegende Fragen: Was ist das Schöne, wie unterscheidet es sich vom Erhabenen, warum ist das Schöne mitunter nicht nur schön, sondern lebens- oder sogar überlebenswichtig? Inwiefern kann Kunst den Betrachter verändern? Sämtliche Künste werden von ihm mit großer Kennerschaft behandelt, wobei seine Vorlieben und Abneigungen aufschlußreich sind.
Kursleitung: Dr. Thomas Regehly
Samstags, 18.00–20.00 Uhr
1 Veranstaltung
10,00 Euro, exkl. Arbeitsmaterial   
Kurstermine:
24.07.21    






24 Plätze frei




  22. Die Geschichte des Geldes    HYBRID
Der Gebrauch von Geld ist uns so selbstverständlich, dass wir selten darüber nachdenken. Doch Reisende mussten im 18. und 19. Jahrhundert feststellen, dass es durchaus nicht überall selbstverständlich war, wertvolle Waren gegen kleine nutzlose Metallscheiben herzugeben. Wie kam es zur Entstehung der Münzen? Was würde sich ändern, wenn das Münzgeld durch Abschaffen des Bargeldes verschwindet? Das sind nur 2 Fragen an die mehr als 5000-jährige Geschichte des Geldes.
Kursleitung: Samirah Kenawi
Samstags, 18.00–20.00 Uhr
1 Veranstaltung
20,00 Euro, exkl. Arbeitsmaterial   
Kurstermine:
29.05.21    






22 Plätze frei




  23. Der kapitalistische Geldkreislauf    HYBRID
Die Politik verteilt Milliarden als Coronahilfe. Trotzdem sind viele Unternehmen in Kunst, Kultur, Gastronomie etc. existenziell bedroht. Warum werden auch durch Corona trotz Milliardenhilfen nur die Reichen weiter reicher? Wo kommt all das Geld her? Warum gibt es keine Inflation? Dies sind nur einige Fragen auf die der Vortrag eine Antwort sucht.
Kursleitung: Samirah Kenawi
Samstags, 18.00−20.00 Uhr
1 Veranstaltung
20,00 Euro, exkl. Arbeitsmaterial   
Kurstermine:
31.07.21    






6 Plätze frei




  24. Walter Benjamin − Texte für Künstler*innen    VIRTUELL
Der Vortragende Dr. Sergei Romashko befindet sich in Moskau. Sein Gesprächspartner, Ulrich Breth, befindet sich in den Räumen der Frankfurter Malakademie oder in seinem Homestudio. Der Vortrag wird per Zoom-Meeting in die Frankfurter Malakademie und in die Homestudios übertragen.
Wir beschäftigen uns mit dem Text Der Autor als Produzent. In seinem einflussreichen Essay von 1934 fordert Benjamin, sich mit künstlerischen Arbeiten auf die Umgestaltung von Institutionen sowie des Produktionsapparats insgesamt zu konzentrieren anstatt ihn zu beliefern. Der Text wurde im Zuge der Debatte um Beteiligungsformen des Web 2.0 erneut relevant. Wir lesen im Text und untersuchen ihn auf die Zeitbezüge heute.
Walter Benjamin war ein deutscher Philosoph, Kulturkritiker und Übersetzer der Werke von Honoré de Balzac, Charles Baudelaire und Marcel Proust. Als undogmatisch positionierter Denker und durch die enge Freundschaft zu u. a. Theodor W. Adorno kann er zum assoziierten Wirkungskreis der Frankfurter Schule gerechnet werden.

Kursleitung: Sergei Romashko / Ulrich Breth
Freitags, 19.00 – 21.00 Uhr
3 Veranstaltungen
65,00 Euro pro Trimester, exkl. Arbeitsmaterial   
Kurstermine:
11.06.−25.06.21    22.10.−05.11.21    






6 Plätze frei




  63. Walter Benjamin − Aura    VIRTUELL
Erstens erscheint die echte Aura an allen Dingen. Nicht nur an bestimmten, wie die Leute sich einbilden. Zweitens ändert sich die Aura durchaus und von Grund auf mit jeder Bewegung, die das Ding macht, dessen Aura sie ist. Drittens kann die echte Aura auf keine Weise als der geleckte spiritualistische Strahlenzauber gedacht werden, als den die vulgären mytischen Bücher sie abbilden und beschreiben. Vielmehr ist das Auszeichnende der echten Aura: das Ornament, eine ornamentale Umzirkung, in der das Ding oder Wesen fest wie in einem Futeral eingesenkt liegt. Nichts gibt vielleicht von der echten Aura einen so richtigen Begriff wie die späten Bilder van Goghs, wo an allen Dingen − so könnte man diese Bilder beschreiben − die Aura mitgemalt ist. Walter Benjamin: Autobiographische Schriften, 1930.
In dem 1931 veröffentlichten Aufsatz Kleine Geschichte der Photographie thematisiert Benjamin die Aura als Phänomen, das noch in der Daguerreotypie und frühen Porträtfotografie zu finden ist. In den Parisbildern von Eugene Atget, die als Vorläufer der surrealistischen Fotografie gelten, sieht er die Befreiung des Objekts von der Aura und definiert diese als sonderbares Gespinst aus Raum und Zeit: einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag. Der Photographie-Aufsatz enthält bereits die Gedanken und Begriffserläuterungen, die Benjamin vier Jahre später in dem Kunstwerk-Aufsatz wieder aufgreift. So führt er am Ende auch den Begriff des Choks ein, der die beschleunigten Handlungs- und Wahrnehmungsformen der Moderne bezeichnet und die letztendlich der Aura entgegenwirken.
Mit dem Essay Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit greift Benjamin diese Definition wieder auf und führt dazu weiter aus: An einem Sommernachmittag ruhend einem Gebirgszug am Horizont oder einem Zweig folgen, der seinen Schatten auf den Ruhenden wirft − das heißt die Aura dieser Berge, dieses Zweiges atmen. Das Gedicht Spaziergang von Rainer Maria Rilke gilt als Vorlage für dieses lyrisch wirkende Beispiel. (Wikipedia − die freie Enzyklopädie).
Dr. Romashko skizziert den Begriff der Aura mit Hilfe der beiden genannten Schriften und stellt ihn in Verbindung zu unserem Ansinnen, das wir in der Gegenwart damit verbinden. Der Begriff der Aura ist eine Schnittmarke in Benjamins Entwicklung und markiert einen Punkt, an dem die ursprüngliche Orientierung nach der idealistischen Philosophie und dem dekadenten Ästhetentum (von Poe und Baudelaire bis eben Rilke oder etwa St. George) zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis der Avantgarde wechselt. Einige Entwicklungen an Beispielen der Kunst und Kommunikation aus der Nachkriegszeit werden verfolgt (Pop Art, Happening usw.).

Kursleitung: Sergej Romaschko
Samstag u. Sonntag, 18.00 − 20.30 Uhr
2 Veranstaltungen
30,00 Euro, exkl. Arbeitsmaterial   
Kurstermine:
07.08. u. 08.08.21    






6 Plätze frei




  64. Frühzeit der Menschheit − Kognition und Kunst    HYBRID
Die Spezies, die wir Homo sapiens nennen, hat eine komplexe Familiengeschichte über viele Millionen Jahre. Anatomische Veränderungen, wie der bipede Gang sowie die von der Bewegung befreite obere Extremität haben Nebenwirkungen in Verhalten und Kognition, die weitere evolutionäre Treiber sind.
Vor etwa 75 000 Jahren finden sich erste abstrakte, symbolische Ritzungen gefolgt von einer außerordentlich raschen kulturellen und innovativen Entwicklung von Bildhauerei, Zeichen, Malerei, Musik, Tanz, Schmuck.
Die bildlichen Darstellungen (Höhlenmalereien, Skulpturen − wir haben in Altamira einiges bereits gesehen) können sehr abstrakt, aber auch sehr naturalistisch ausgeführt sein. Wir fragen uns heute, nicht nur warum diese Abbildungen entstanden sind − da können wir nur spekulieren −, sondern auch wie diese naturalistischen Übersetzungen gelungen sind. Durch Beobachtung natürlich. Vor Ort skizziert? Aus der Erinnerung? Lernwerkstätten? Was ist da passiert?

Kursleitung: Dr. Gertrud J. Klauer
Samstags, 18.00−20.00 Uhr
1 Veranstaltung
20,00 Euro pro Trimester, exkl. Arbeitsmaterial   
Kurstermine:
25.09.21    






6 Plätze frei